Cases
Arbeits- und Lebensgestaltung:
Einem 35-jährigen Projekt-Manager
wird eine verlockende Beförderung angetragen. Er
weiss, was auf ihn zukommen wird, und dass er aber bei
Annahme des Jobs seinen Wunsch eine eigene Familie
zu gründen, nicht realisieren kann.
Die 54-jährige Direktorin in der
Dienstleistungsbranche steht plötzlich vor dem
beruflichen Aus. Ihre Abteilung wird
redimensioniert, ihr Posten wegrationalisiert. Einem
jüngeren Kollegen von ihr werden die noch
benötigten MitarbeiterInnen unterstellt.
Zeit seines Lebens hat sich der
jetzt 63-jährige Key Account Manager für
verschiedene Aufgaben und Firmen engagiert. Nun
steht er kurz vor dem Umstieg in den Ruhestand und
realisiert, dass er ausser Geschäftsbeziehungen
nichts hat.
Ein 50-jähriger Geschäftsführer
eines KMU-Betriebes weiss nicht, ob er sich aus dem
Geschäft zurückziehen oder ob er die
Firma übernehmen soll. Einerseits wünscht
er sich eine "ruhigere Kugel" schieben zu
können und stellt sich vor, in der Verwaltung
einen Job anzunehmen. Andrerseits ist er unsicher,
ob er auf die Dauer seine jetzige Freiheit vermissen
wird.
Bewältigungsstrategien:
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Eine 37-jährige
Juristin steht vor der Wahl, ihr Teilzeitpensum
aufzustocken und mit der neuen Arbeit auch mehr
Führungs- und Planungsverantwortung zu
übernehmen oder in untergeordneter Stellung zu
bleiben. Sie weiss, dass ihre weitere Karriere von
ihrem Entscheid abhängt. Sie ist Familienfrau und
Mutter und weiss von ihrem Mann, einem Chefbeamten,
dass er keine weiteren Familienverpflichtungen
übernehmen kann.
Als Chef wird er die unumgänglichen
Kündigungen den betroffenen Mitarbeitern selber
mitteilen. Darunter befindet sich ein Mitarbeiter,
der schon länger depressiv ist. Auf Umwegen hat
er vernommen, dass Besagter sich jemand anderem
anvertraut und gesagt hat, er werde es nicht
überleben, wenn ihm gekündigt werde.
Es wird von einer Fusion gesprochen. Andere
Gerüchte melden von einer Schliessung und wieder
andere vom Verkauf. Die Auftragslage ist zwar noch
gut, dringende Termingeschäfte stehen an. Die
Belegschaft ist verunsichert. Selbst der Chef,
sonst immer der Erste, geht widerwillig ins
Büro.
Beziehungsberatung:
Ein 27-jähriger Akademiker wird Chef einer
Entwicklungsabteilung. Fachlich ist er
hochqualifiziert, hat jedoch wenig
Führungserfahrung. Eines Tages stellt er im
Vorbeigehen fest, dass sein engster Mitarbeiter,
dem er vertraut hat, gegen ihn intrigiert.
Eine 46-jährige Chefbeamtin ist nicht, wie ihr
versprochen wurde, befördert worden. Die
Zusammenarbeit mit ihrem direkten Vorgesetzten ist
seither gespannt.
Seit er pensioniert ist, gibt's Schwierigkeiten
im ehelichen Zusammenleben. Auch das zeitweilig
getrennt Leben - abwechslungsweise im Ferienhaus,
dann wieder zu Hause, hat nicht zur Beruhigung
geführt. Sie sprechen von Scheidung,
möchten aber eigentlich zusammenbleiben.
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